Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Schauübung: "Technik 2018"

technik2018
Gute Zusammenarbeit zwischen den Blaulichtorganisationen ist das A und O für erfolgreiche Einsätze. Die Übung "Technik 2018" am 26. August in St. Martin demonstrierte dabei vor Live-Publikum das Ineinandergreifen von Feuerwehren und Rettungsorganisationen.

"Hier Florian NÖ - Beginn der Einsatzübung: Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen auf der LB41 in St. Martin. - Ende"
Mit diesen Worten wurden die Freiwilligen Feuerwehren Groß Wolfgers, Großpertholz, Harmanschlag, Langfeld, Unserfrau und Weitra Stadt alarmiert. Ausgerückt wurde mit TANK 1 (HLF3) sowie KRAN Weitra und 10 Mitgliedern. Des Weiteren wurden das Rote Kreuz Weitra, Gmünd, Zwettl und Freistadt, Samariterbund Groß Gerungs, Kriseninterventionsteam Weitra sowie die Suchhundestaffel Weitra angefordert. Zwei Notärzte waren ebenfalls vor Ort.

Am "Einsatzort" angelangt, bot sich den Rettungskräften ein Bild der Verwüstung: Sechs verunfallte Fahrzeuge, darin 21 verwundete, teilweise eingeklemmte, Personen.
Weiters wurde ein Brand im benachbarten Bauhof simuliert, drei vermisste Personen galt es aus dem Objekt zu retten.

Den Mitgliedern der FF Weitra Stadt wurde folgendes Szenario zugeteilt: Ein PKW kollidierte mit einem Gespann aus Traktor und beladenem Holzanhänger. Durch die Wucht des Aufpralls lösten sich einige Baumstämme, darunter einer, der sich mittig durch das Fahrzeug bohrte. Im PKW saßen vier Personen mit den unterschiedlichsten Verletzungen: Aus der Brust des Fahrers ragte ein zentimeterlanger Holzsplitter. Die Hand der Beifahrerin wurde durch den Unfallhergang amputiert. Die beiden hinten sitzenden Patienten wurden hingegen nur leicht verletzt.
Die FF Weitra rettete zunächst die Beifahrerin und die hinten sitzenden Personen, da sich die Fahrzeugtüren ohne technischer Hilfe öffnen liesen. Die Fahrertür wurde durch den Aufprall aber derart verformt, sodass hydraulisches Rettungsgerät eingesetzt werden musste. Der Patient wurde bis zur Übergabe an den Rettungsdienst durch ein FF Mitglied betreut. Dies dient einerseits zur Beruhigung, andererseits können dadurch Änderungen des Vitalzustandes rasch erkannt werden.
Der Hals des Fahrers wurde nach Öffnung der Türe mittels HWS-Schiene und der Holzsplitter mit Verbänden und Wundauflagen stabilisiert - Somit werden Folge-Verletzungen vermieden.
Anschließend wurde der Patient auf die Schaufeltrage umgelagert und dem Rettungsdienst übergeben.
Weitere Tätigkeiten der FF Weitra Stadt waren das Verladen und der Abtransport der Unfallfahrzeuge mittels KRAN und Rüstanhänger. Zuguterletzt wurde die Fahrbahn mittels Straßenwaschanlage des HLF3 gereinigt.

Übungen wie diese stärken die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Blaulichtorganisationen und demonstrieren deren Ineinandergreifen.
Insgesamt rückten sieben Freiwillige Feuerwehren mit 13 Fahrzeugen und 97 Kameraden zur Übung aus. Von den Rettungsorganisationen waren 9 Fahrzeuge und 42 Personen vor Ort.
Die Übung dauerte bis ca. 16:00 Uhr. - Fotos können bei den unten verlinkten Seiten betrachtet werden.